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Wohnungen

Der moderne Mensch verbringt den größten Teil des Tages in Innenräumen. Die Raumluftqualität hat daher große Bedeutung für Gesundheit und Wohlbefinden. Die Luftqualität im Innenraum wird maßgeblich durch das Nutzungs- und Lüftungsverhalten sowie durch Emissionen aus Bauprodukten, Einrichtungs- und Gebrauchs­gegen­ständen bestimmt.

In Abhängigkeit vom persönlichen Tagesablauf hält sich ein Mensch oft in mehreren verschiedenen Innenräumen auf. Dies können der private Wohnraum, der Arbeitsplatz oder öffentliche Gebäude sein, wie z.B. Kino, Theater, Einkaufs- und Sporteinrichtungen. Kraftfahrzeuge und öffentliche Verkehrsmittel zählen ebenfalls zu den Innenräumen.

Die Luftqualität in diesen Innenräumen und die klimatischen Bedingungen  werden wesentlich durch die Nutzungsart des Raumes, der Aufenthaltsdauer von Personen sowie dem Luftaustausch (Luftwechselrate) bestimmt.

 

Da heutzutage viele Wohngebäude zwecks Energieeinsparung stark abgedichtet sind, haben diese nur einen geringen natürlichen Luftwechsel. Luftfremdstoffe werden daher weniger durch die Außenluft, sondern vielmehr durch Quellen eingetragen, die sich im Innenraum selbst befinden. Dazu zählen insbesondere Bauprodukte, Möbel und andere Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände. Auch menschliche Aktivitäten, wie z.B. Kochen, Putzen, Heimwerken, Rauchen, Sport, Transpiration und Atmung, beeinflussen die Raumluftqualität. Auch Duftprodukte können die Raumluftqualität negativ beeinflussen.

Zum Teil kann das Betreiben von elektrischen Geräten eine zusätzlich Belastung der Innenluft darstellen. Verbrennungvorgänge innerhalb von Räumen sind generell problematisch und können - je nach Art - die Innenluft sehr stark mit Partikeln und anderen Verbrennungsprodukten verunreinigen.

Daher ist die richtige und effektive Lüftung im Wohnraum eine wichtige Maßnahme, um ein gesundes Wohnklima sicherzustellen. Tipps dazu bekommen Sie auf unserer Themenseite 'Richtig lüften'.

Ein relativ neuer Trend ist der Einsatz von Techniken, um die Innenluft zu reinigen (also Luftfremdstoffe zu filtern, zu binden oder abzubauen). Dies kann passiv mit aktiven Wandfarben, Stoffen oder Bodenbelägen, oder aktiv mit elektrisch betriebenen Luftreinigern erfolgen. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie auf unserer Themenseite Luftreinigung.

 

 

Context Column

Fakten

Der älteste Leitwert, der als Maß für eine „schlechte“ Luftqualität verwendet wurde, ist die durch menschliche Atmung hervorgerufene Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Innenraumluft.

Heutzutage wird die Raumluft­qualität über die Gesamtheit aller möglichen Luftfremd­stoffe definiert. Dazu gehören Gase wie Kohlen­dioxid, Ozon oder Form­aldehyd, flüchtige organische Verbindungen (VOC), aber auch zunehmend semi­flüchtige organische Verbindungen (SVOC) und Partikel. 

Für die Bewertung der Raum­luft­qualität gibt es für zahlreiche chemische Verbindungen Innenraumluft-Richtwerte, die durch den Ausschuss für Innenraum­richtwerte (AIR) abgeleitet werden.