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Schulen und Tagesstätten

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene halten sich den größten Teil des Tages in Kindergärten, Schulen, Tagesstätten oder anderen Bildungseinrichtungen, wie Hochschulen, auf. Um das Lernen nicht negativ zu beeinflussen, ist das Schaffen bzw. Bereitstellen optimaler Umgebungsbedingungen besonders wichtig. Zu den Umfeldfaktoren, die die Aufnahmefähigkeit und die Konzentration von Lernenden beeinflussen können, zählen u.a. die Ausrichtung der Räume bezüglich der Außenumgebung (im Grünen oder an einer Straße gelegen), der Beleuchtungsquelle und -stärke (natürliche und künstliche Beleuchtung) und die Luftqualität.

 

Klassenräume, aber auch Räume anderer Betreuungs- und Bildungseinrichtungen weisen in der Regel eine hohe Belegungsdichte bei langen Nutzungszeiten auf. Eine Erfrischung der Raumluft durch Lüften wird häufig vernachlässigt, vor allem in der kalten Jahreszeit oder bei schlechter Außenwitterung (Sturm, Regen, Hagel, Gewitter etc.). Dabei ist die Konzentration an Kohlendioxid (CO2) eine entscheidende, die menschliche Aufnahmefähigkeit beeinflussende Größe.

Um für einen regelmäßigen Luftaustausch (Luftwechselrate) und damit für eine hygienisch unbedenkliche Luftqualität zu sorgen, ist die Entwicklung eines Lüftungskonzeptes für Klassenräume mit einer klar definierten Lüftungsanweisung ein wichtiger Grundbaustein. Mehr Informationen hierzu erhalten Sie auf unserer Themenseite Lüftungskonzepte.

Darüber hinaus ist der Luftaustausch in Innenräumen grundsätzlich für die Luftqualität wichtig. Abgesehen von CO2 stellt Luftverschmutzung bzw. eine schlechte Luftqualität im Innenraum eine Belastung für Schulkinder dar.

Die  Art und Häufigkeit des Lüftens sowie die Qualität der Außenluft sind daher wichtige Randbedingungen für die im Innenraum zu erreichende Luftqualität. Ein weiterer wichtiger Faktor sind Luftfremdstoffe, die durch Quellen eingetragen werden, die sich im Innenraum selbst befinden. In Schulen und Tagesstätten handelt es sich dabei primär um das Mobiliar und sonstige wandfeste oder mobile Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände, die allerdings nicht immer frei ausgewählt werden können. Auch die in den Räumen verwendeten Reinigungsmittel stellen eine bedeutende Quelle für Luftfremdstoffe dar, so dass hier eine umsichtige Auswahl vorgenommen werden sollte.

Angesichts des zunehmenden Einsatzes von elektronischen und technischen Geräten als Hilfsmittel im Unterricht, sind auch diese Quellen zu berücksichtigen.

Context Column

Fakten

Klassenräume sind durch eine in der Regel hohe Belegungsdichte bei langen Nutzungszeiten charakterisiert.

In Schulen und Tagesstätten sind die Entwicklung von Lüftungskonzepten mit Handlungsanweisungen ein wichtiger Baustein für die Gewähr­­leistung einer guten Luftqualität.

Heutzutage wird die Raumluft­qualität über die Gesamtheit aller möglichen Luftfremd­stoffe definiert. Dazu gehören Gase wie Kohlen­dioxid, Ozon oder Form­aldehyd, flüchtige organische Verbindungen (VOC), aber auch zunehmend schwer­­­­­flüchtige organische Verbindungen (SVOC) und Partikel. 

Kohlendioxid (CO2) ist als menschliches Stoffwechselprodukt ein guter Indikator für die Luft­qualität in intensiv genutzten Räumen.

Für die Bewertung der Raum­luft­qualität gibt es für zahlreiche chemische Verbindungen Innenraum-Richtwerte, die vom Ausschuss für Innenraumrichtwerte (AIR) abgeleitet werden und für alle Räume gelten, die unter die Innenraum-Definition fallen.